Tagung 2017

Die ITW-Tagung 2017 findet am 11./12. März in Köln statt.

Das vollständige Programmheft ist da! Ihr könnt euch das hier herunterladen. (S. auch unten den Programmablauf.)

Hier findet ihr den Call als pdf, siehe auch weiter unten.

Hier könnt ihr direkt zum Anmeldeformular:

Wenn Ihr bezüglich der nächsten ITW-Tagung 2017 in Köln zum Orga-Team Kontakt aufnehmen wollt, benutzt bitte dieses Kontaktformular:

Programmübersicht (Stand 22.02.2017)

Samstag, 11.03.2017

17:30-18:30h Ankunft und Essen

18:30-18:45h Begrüßung und Einführung

Inken Holtmann, René_ Hornstein und Katharina Krämer

18:45-19:30h Panel 1

Inter*verbündetenschaft – auch im Inter*_Trans*_Wissenschaftsnetzwerk?

N.N. (siehe Aufruf)

19:30-20:00h Diskussion zu Panel 1 im Plenum

20:00-20:30h Pause von 30 Minuten

20:30-22:00h Zwei parallele Vorträge

Vortrag 1 in Raum 1:

‚Zwischendinger‘ – Cissexismus und Interdiskriminierung von Rechts

Andreas Hechler

Vortrag 2 in Raum 2:

Zwischen Empowerment und Konkurrenz – Ambivalente Verbündetenschaft im Trans*-Aktivismus

Erik Meyer

22:00-23:00h Gemütliches Miteinander

23:00h Ende des ersten Tages

Sonntag, 12.02.2017

10:00-11:30h Zwei parallele Workshops

Workshop 1 in Raum 1:

Inter* als soziale Kategorie: Ergebnisse aus ‚Constructing Intersex‘.

Anja Gregor

Workshop 2 in Raum 2:

trans*norm_al?

Marek Sancho Höhne

11:30-12:00h Pause von 30 Minuten

12:00-13:30h Zwei parallele Vorträge mit Diskussion

Vortrag 3 in Raum 1:

#trans_selfcare – eine gender_queere auto_ethnographische Perspektive auf (virtuelle) Praktiken der Sorgearbeit in Trans Aktivismus

Francis Seeck

Vortrag 4 in Raum 2:

Alltagserfahrungen und Gesellschaftskritik junger Trans*-Menschen – Neue Ergebnisse der partizipativen Studie „Wie ein grünes Schaf in einer weißen Herde“

Arn Sauer & Erik Meyer

13:30-14:30h Mittagessen

14:30-16:00h Zwei parallele Workshops:

Workshop 3 in Raum 1:

Solidarischer Zusammenhalt und Solidarität in Theorie und Praxis

Esto Mader und Leon Harun Witzel

Workshop 4 in Raum 2:

Austausch zum Thema „Trans & Inter in der Hochschullehre“

Michael_a Koch

16:00-16:30h Pause von 30 Minuten

16:30-17:45h Panel 2 in Raum 1:

Quo Vadis Inter*_Trans*_Wissenschaftsnetzwerk?

N.N. (siehe Aufruf)

17:45-18:00h Abschlussworte

Inken Holtmann, René_ Hornstein und Katharina Krämer

18:00h Ende der Tagung


Call for Participation

Solidarische Bündnisse gegen Diskriminierung und den rechten „Backlash“?

– Perspektiven für Inter* und Trans*-Forschung im Inter_Trans_Wissenschaftsnetzwerk

Datum: 11.03. – 12.03.2017

(Im Anschluss an die Tagung „Feministische und queere Perspektiven für die Psychologie II“ an der Universität Köln vom 09.03-11.03.2017, siehe http://blog.hf.uni-koeln.de/fqpii/)

Ort: Rubicon Beratungszentrum, Rubensstr. 8-10 in 50676 Köln

Mehr Infos zum Inter_Trans_Wissenschaftsnetzwerk und zur Konferenz:
https://intertranswissenschaft.net/

Abstract:

Wir alle, nicht nur wir als akademisch-aktivistische Personen, leben in einer Welt voller Differenzen. Wie Audre Lorde schon vor einigen Jahrzehnten (vor allem, aber nicht nur in Bezug auf Rassismen und Sexismen) feststellte, sind es jedoch nicht unsere Unterschiede, die uns auseinanderbringen, sondern ein falscher Umgang damit. Wie können wir also respektvoll und solidarisch mit den Unterschieden zwischen uns (verschiedene Inter- und TransPerspektiven) umgehen und unsere Mannigfaltigkeit als Werkzeug gegen Diskriminierung einsetzen? Wie können wir unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Standpunkte dazu verwenden, uns nicht spalten zu lassen, sondern gemeinsam gegen einen drohenden Backlash anzuarbeiten? Wie können wir uns gegenseitig verbündet sein, verbündet handeln? Wie können wir es schaffen, zusammenzuhalten in einer Welt, die uns auseinanderbringen will? Die uns auseinanderbringen will, weil wir zusammen stärker sind und mehr erreichen können?

All solche Fragen sollen einen zentralen, wenn auch nicht ausschließlichen Fokuspunkt unseres nächsten Wissenschaftsnetzwerk-Treffens darstellen. Unsere inhaltlichen Ideen zentrieren Zusammenarbeit, Intersektionalität und situiertes_positioniertes Arbeiten in der Wissenschaft, sowie die Verbindung von Wissenschaft und Aktivismus. Hier einige mögliche Diskussionsthemen:

  • Vereinnahmung der Kategorie Inter* in Trans*Diskursen: Wie können wir der Verwendung der Kategorie Inter* als Metapher und rhetorisches Argumentationsmittel für die Veranschaulichung von Trans*Belangen entgegenwirken und stattdessen intersektional Cis- / Endo- / Dya- / Binär-Normativität infragestellen?

  • Positionierung und Situierung: Wie können wir durch die Reflexion eigener Standpunkte und Privilegien dafür sorgen, dass unsere wissenschaftliche und aktivistische Arbeit anschlussfähig(er) ist_wird für diejenigen Personen, deren Perspektiven (noch) nicht vorkommen und möglicherweise bisher ausgeschlossen oder mehr vereinnahmt als berücksichtigt wurden? Welchen Stellenwert haben mehrfachdiskriminierte Perspektiven und wie kann eine Analyse von Privilegierungen so beschaffen sein, dass ein handlungsorientierter antidiskriminierender Aktivismus von ihnen ausgehen kann?

  • Aktiv_ismus aus der Akademie: Wie können wir von Hochschulen aus aktiv sein_werden gegen Diskriminierung? Wie können wir produktiv mit der eigenen Verstricktheit in diskriminierende Verhältnisse umgehen?

  • Bedingungen für gutes Forschen und Lehren? Was brauchen wir, um gut forschen und lehren zu können? Was sind Potentiale des Inter_Trans_Wissenschaftsnetzwerks als Raum für Bündnisse, gegenseitige Unterstützung und Solidarität?

  • Solidarisches Zusammenhalten: Wie können wir miteinander solidarisch sein gegen Gewalt und Hatespeech in Zeiten eines gesellschaftlichen Erstarkens konservativer, rechter, anti-feministischer und anti-LSBTIQ Positionen?

Diese Ideen sind keine abgeschlossenen Kriterien, sondern sollen vielmehr Start- und Anhaltspunkte für eine produktive inhaltliche Auseinandersetzung sein. Wir freuen uns über verschiedenste Arten von Beiträgen und Beteiligung:

  • Wenn ihr uns in irgendeiner Art und Weise bei der Planung und Organisation unterstützen könnt und wollt, bitte meldet euch bei uns (itworgakoeln2017@gmail.com)

  • Wenn ihr eine Idee für einen Vortrag habt, wenn ihr euch vorstellen könntet, auf einem Panel oder bei einer Diskussion zu einem der obigen Themen teilzunehmen, wenn ihr einen Workshop anbieten wollt, wenn ihr eine Performance machen wollt, wenn ihr ein Spoken-Word zu teilen habt oder eine temporäre Poster- und/oder Foto-Ausstellung machen wollt:

Bitte meldet euch bis zum 26.01.2017 bei uns!

  • Wenn ihr uns vielleicht vor Ort unterstützen könnt, wenn ihr Ideen einbringen wollt, was für inhaltliche Thematiken wir dabeihaben sollten, schreibt uns!

  • Teilt diesen Call! Mit Leuten, die auf nicht-pathologisierende Art und Weise zu Inter* und Trans* oder aus einer Inter*- und Trans*-Perspektive forschen, mit Leuten, die offen und respektvoll mit „unseren“ Themen umgehen, mit Leuten, die anti-diskriminierend forschen (wollen).

Weil sich unsere Kooperation mit der queer-feministischen Psychologie-Tagung erst recht spät ergeben hat, können wir Euch diesen Call jetzt erst schicken. Auch deshalb wissen wir zur Zeit noch nicht, ob wir irgendwelche Fahrtkosten oder Unterkunftskosten für Menschen erstatten können oder ob wir Honorare für künstlerische oder wissenschaftliche Beiträge zahlen können, jedoch kümmern wir uns aktuell darum, Gelder zu beantragen (und freuen uns über Mithilfe!). Unser Anmeldeformular ist diesbezüglich sehr ausdifferenziert und ihr könnt uns ggf. Eure Situation schildern – wir werden versuchen, das Bestmögliche zu erreichen.

Vielen lieben Dank, Euer Berliner Orga-Team, das jetzt unser nächstes Treffen in Köln organisiert

Inken, Katha und René_

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